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Standard-Rassismus

Thilo Sarrazin ist aus seiner Zeit als Berliner Finanzsenator bereits hinlänglich für seinen Klassenrassismus bekannt. So erteilte er Hartz4-Abhängigen Ratschläge, wie sie mit Pullovern ohne Heizung oder für weniger als 4 Euro pro Tag mit Billig-Broten und Kartoffelsalat aber ohne Alkohol und Zigaretten ernähren könnten.

Auch seine jüngsten rassistischen Äußerungen wurden in diversen Medien hinlänglich ausgebreitet und ich möchte deshalb lieber auf eine andere Beobachtung hinweisen: Die „links“liberale österreiche Tageszeitung „Der Standard“ zitiert heute in ihrer Kategorie „Kommentar der Anderen“ durchgehend lobende Zeilen von deutschen Rassisten von der FAZ, der Welt, von Burkhard Müller und Kulturkämpfer Henryk M. Broder – unter dem Titel: „Ist die Sozialdemokratie lernfähig?“ Dem selben Medium kommen die Anführungszeichen zum Wort „Ausländerproblem“ immer öfter abhanden, das die salon-faschistische FPÖ im österreichischen Kontext etabliert hat.

Der Liberalismus muss offenbar ideologisch aufrüsten. Nicht, dass die Krisen-Verlierer*innen am Ende auf die Richtigen losgehen.